Achtung: Reservations-Reiterei

Es gibt Bauherren in Zahlungsschwierigkeiten, die sich zu Lasten der Kaufsinteressenten sanieren, und Banken die dieses üble Spiel (ohne zu Lügen) mitmachen.

Dies läuft so:

  1. Abschluss Reservationsvereinbarung
    • einzeln nacheinander oder
    • gleichzeitig
  2. Entgegennahme Reservationszahlung

  3. Unübliche Bedingungen im Grundstückkaufvertrag und/oder Verpflichtung zur Mandatierung eines Gefälligkeits-Verwalter als StWE-Verwalter, der keine Mängelrügen machen wird und so die kaufvertraglichen Gewährleistungsansprüche verfallen lässt usf.

  4. Keine Bereitschaft zur Sicherstellung von
    • bestehenden und künftigen Bauhandwerkerpfandrechten
    • Grundsteuern aus der bevorstehenden Handänderung.

Meist bringt der Betreibungsregisterauszug, den man besser am Anfang eingeholt hätte, Klarheit:

  • Der Bauherr ist in Zahlungsschwierigkeiten.
  • Die Bank hat aktiv das Auszahlungsmanagement an die Bauhandwerker übernommen, um Bauverzögerungen und weitere Bauhandwerkerpfandrechte zu vermeiden.
  • Die Bank weigert sich, die Reservationszahlung zurückzuerstatten, weil das Konto des Bauherrn einen Minussaldo aufweist.

Fazit:

Die StWE-Wg. wird als Köder benutzt; eine sofortige Veräusserung ist gar nicht beabsichtigt, da sonst die Gelegenheit zum Einheimsen von Reservationszahlungen fehlen würde. Ein Nachweis ist selten möglich; der Zufall hat auch schon Augen geöffnet.

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